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OBJEKTBAU | SPORT / FREIZEIT | RAUMSYSTEME

 

Raumsystem mit drei Basistypen

     
 

Für den ermittelten Bedarf an zukunftsorientierten Turnhallenräumen ist ein Raumsystem mit drei Basistypen einer Turn- und Mehrzweckhalle entwickelt worden, mit dem die traditionellen Standardräume der DIN 18032 sowohl ergänzt als auch teilweise ersetzt werden können.

Die unterscheidenden Merkmale der drei Basistypen leiten sich aus den Bedarfsuntersuchungen des Deutschen Turner-Bundes ab.

1. GYMNASTIKHALLE (GYM)

  • Hauptzielgruppen: Frauen, Jugendliche, ältere Erwachsene.
  • Nutzungsschwerpunkte: Gesundheitssport, Tanz, Gymnastik, Entspannungsübungen, asiatische Bewegungskünste, Akrobatik/Jonglage, Kampfsportarten u.ä. sowie kulturelle und gesellige Veranstaltungen der Vereine.
  • Architektonische Grundmerkmale: Hallenähnlicher Aktionsraum ohne festgelegte Geräteausstattung. Mit geringem Aufwand veränderbar hinsichtlich Raumgliederung, Geräteausstattung, Beleuchtung, Akustik, Luftqualität, Farbgestaltung usw..

 

 

 

2. KINDERTURNHALLE (KITU)

  • Hauptzielgruppen: Kinder, Eltern-Kind-Gruppen, Schulklassen (Grundschule), Kindergärten, psychomotorische Fördergruppen.
  • Nutzungsschwerpunkte: Springen/ Hangeln/ Klettern/ Schwingen/ Rutschen usw.; Spiel- und Bewegungsabenteuer.
  • Architektonische Grundmerkmale: Vielseitig veränderbare Raum- und Gerätekombination für komplexe Bewegungssituationen und phantasie-anregende Körper- und Raumerfahrungen.

3. FITNESSHALLE (FIT)

  • Hauptzielgruppen: Alle Altersgruppen mit besonderem Schwerpunkt "Jugendliche" und "ältere Erwachsene".
  • Nutzungsschwerpunkte: Gesundheits- und entspannungsorientierte Bewegungsangebote – vorwiegend mit Hilfe von Fitnessgeräten. Kombination des Sport- und Freizeitangebotes mit physiotherapeutischen Serviceprogrammen.
  • Architektonische Grundmerkmale: Vielfältige Kombination verschiedener Fitnessgeräte und Bewegungszonen (Nischen, Galeriezonen, Rampen, Bewegungsterrassen). Besondere atmosphärische Raumqualitäten zur Förderung des allgemeinen Wohlbefindens.
 
   
 

Kombinationstypen

     
  Raumsystem mit drei Basistypen   Mit den beiden Nutzungsschwerpunkten "Gymnastik/Tanz/Aerobic" und "Gesundheitssport" kann in Zukunft ein besonders großes Bedarfsspektrum der Vereine und Kommunen abgedeckt werden. Aus diesem Grunde wird die Flexibilität und Erweiterungsfähigkeit des Raumsystems der Turn- und Mehrzweckhalle exemplarisch am Basistyp "Gymnastikhalle" (GYM) und seinen vielseitigen Erweiterungsoptionen dargestellt. Dies schliesst in der Planungspraxis andere Entwicklungsfolgen und Schwerpunktsetzungen keinesfalls aus.  
         
 

KITU + GYM

     
 

  Die Kombination der Basistypen Gymnastikhalle und Kinderturnhalle ermöglicht die Entwicklung eines vielseitigen Spiel und Bewegungsangebotes für Kinder, ohne den Nutzungsschwerpunkt für die Zielgruppen 'Erwachsene', 'Jugendliche', Familien' und 'Ältere' einzuschränken.  
         
 

GYM + FIT

     
 

  Dieses Kombinationsbeispiel zeigt, wie durch Spiegelung der Raummodule des Basistyps Gymnastikhalle die Anbindung eines in sich funktionierenden Fitnessbereichs möglich ist. Der zusätzliche Hallenraum 15 m x 15 m x 5,5 m wird im Sinne der DTB-spezifischen Bedarfsvorgaben als eine möglichst vielgliedrige „Gerätelandschaft“ mit unterschiedlichen Niveaus und halboffenen Trainingsnischen verstanden. Das Raummodul „Gerätenische“ dient hier als abgeschirmter Bereich für individuell angepasste Trainingsangebote.  
         
 

KITU + GYM + FIT

     
 

  Mit der Kombination aller Basistypen der Turn- und Mehrzweckhalle an einem Standort wird ein hohes Maß an entwicklungsfördernden Synergieeffekten zwischen den ausgewählten Nutzungsschwerpunkten erreicht. Dieser Kombinationstyp zeigt beispielhaft, wie darüber hinaus eine Weiterentwicklung des Fitnessbereichs durch Verdoppelung des Flächenangebotes möglich ist (bei Aufstockung bis zu einem Gesamtangebot von über 500 qm Trainingsfläche).  
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